Qigong, Stimme, Obertöne – alles schwinget…

Zurzeit forsche ich nach Qigong-Übungen, die in einem Gesangsworkshop eingesetzt werden können. Bisher habe ich Qigong eher lautlos praktiziert oder aber mit einer entspannenden Musik im Hintergrund. Bei der Suche stieß ich auf ein interessantes Video…

In der Philosophie meiner Qigong-Ausbildung geht es darum, den Körper und seine Zeichen bewusst zu spüren. Und das geht am besten, wenn wir die Wahrnehmung still nach Innen richten. So ist das Singen zu den Übungen natürlich eine völlig andere Welt

Heike Kersting ist hier eine Vorreiterin mit dem Sintala-Qigong in Verbindung mit Meridian-Mantren von Karl Adamek. Ich stoße bei der Recherche auf weitere Anbieter, die Qigong und Stimme oder Qigong und Gesang in ihren Seminaren verbinden. Meist Menschen, die selbst bereits eine Gesangsausbildung haben und auch Qigong unterrichten.

Meine Gesangslehrerin arbeitet nach der Rabine-Methode. Sie setzt in der Stimmbildung verschiedene Körperübungen ein, die mich sehr an Qigong erinnern. Ich spüre damit meiner Stimme im Körper nach, fühle Verspannungen bei der Stimmerzeugung (insbesondere den Höhenlagen) und entdecke, welche Unterschiede die Körperhaltung auf die Stimmqualität hat. Unsere Idee ist nun, in einem gemeinsamen Workshop die beiden Methoden zu kombinieren.

Es scheint auch logisch: beim Qigong spüre ich Schwingungen und Energiefluss – und beim Singen auch. Die Stimme und ihre Qualität haben sehr viel mit Körperbewusstsein zu tun. Zudem ist Qigong immer auch ein Atemtraining. Und wie meine Lehrerin immer sagt: „Die Qualität der Einatmung ist die Qualität der Stimme“.  Qigong ist also bestimmt eine sehr gute Vorbereitung für den Gesang. Die Gesangsschüler verbessern damit ihre Eigenwahrnehmung und können vor einem Auftritt gezielt ihre „Bodenhaftung“ stärken. Noch etwas ist wichtig: der Genuss am Singen und Spüren, der dabei mit ins Spiel kommt.

Bei meiner Suche nach Übungen fand ich in Youtube ein Video, das mich sehr fasziniert – auch wenn es für meinen Workshop nicht geeignet scheint. Der „gefilmte“ Mensch erzeugt in einer uralten Kapelle, einfach weil ihm danach ist und weil er die Situation genießt, die sogenannten Heilenden Laute aus dem Qigong in Verbindung mit Obertönen.

Die Heilenden Laute sind einzelnen Funktionskreisen, Organen bzw. Wandlungsphasen zu geordnet und werden in der Regel stimmlos ausgeführt (z.B. auch bei Mantak Chia). Hier also in Kombination mit Obertönen – sehr meditativ. Spüren Sie’s?

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Veröffentlicht von

gruppli

Meine Themen drehen sich um Lebensqualität, Work-Life-Balance, Anti-Stress-Methoden, Kreativität, Text und Schreiben, Hören und Schwerhören.

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