Abandoned Ear oder vom Loslassen

Einmal sollte ich eine Wand wegschieben. Also stellte ich mich an die Wand und drückte mit beiden Händen dagegen. Meine Füße drückte ich fest in den Boden und den ganzen Körper gegen diese Wand.

Sie bewegte sich keinen Milimeter.

“So anstrengend ist das, wenn du deine Schwerhörigkeit nicht annimmst”, sagte der Seminarleiter zu mir. Das war vor ein paar Jahren in einem Seminar in Herrnhut. Es ging um hörbehinderte Identität, Selbstbewusstsein und Minderwertigkeitsgefühle.

Ich akzeptiere heute, dass sich mein Gehör nicht regenerieren wird. Es wird kein Wunder geschehen und Hörgeräte überflüssig machen. Das ist in 27 Jahren nicht passiert. Stattdessen ist mein Hörvermögen schlechter geworden. So schlecht, dass Hörgeräte an ihre Grenzen kommen.

Ich verschwende also besser keine weitere Energie, um zu versuchen, die Wand wegzuschieben. Sondern ich schaue, wo es eine Tür gibt.

Das Cochlea Implantat ist so eine Tür. Was dahinter liegt, kenne ich nur vom Hörensagen.

So füge ich der Akzeptanz noch Vertrauen und Loslassen hinzu, weil ich mein Restgehör durch eine Elektrode ersetzen lasse und darauf vertraue, dass alles gut wird.

Mal was ganz anderes

CI-SprachprozessorMein kleiner verwaister Blog (oder mein kleines verwaistes Blog – wie auch immer) ist jetzt genau richtig. Ich werde nächste Woche nämlich ‘implantiert’ – ich erhalte ein Cochlea Implantat (CI) für mein rechtes Ohr. Das ist ein Thema, das in meine anderen Blogs nicht passt.

Schwerhörig bin ich seit dem 20. Lebensjahr (also schon über 27 Jahre) – ich trage Hörgeräte auf beiden Seiten. Und noch diesen Sommer dachte ich, ich höre doch gut genug. Es ist zu früh fürs CI – ich muss nur die richtigen Hörgeräte finden.

Leider fand ich sie aber nicht. Ich habe eine Grenze erreicht. Im November entschied ich mich für die Operation – und dann wollte ich es möglichst bald angehen. Noch vor Weihnachten.

Das, was jetzt kommt, will ich für eine gewisse Zeit schreibend begleiten. Und so wird es hier zum Jahresende also nicht nur eine WordPress-Statistik geben – ohne neue Inhalte. Sondern ein bis zwei Beiträge über den Weg zu meiner Entscheidung und etwas über die Zeit nach der OP. Denn in den Monaten nach der Operation darf ich anfangen, das Hören auf dem beinahe tauben Ohr neu zu erlernen.

Das wird spannend – und ich freu mich drauf. ;-)

p.s. Wer noch gar nicht weiß, was ein CI ist, kann sich z.B. bei Schnecke online informieren.

p.p.s Wer ganz schnell, ganz viel über Schwerhörigkeit und Hören/Leben mit CI erfahren möchte, dem empfehle ich Herrn NotquitelikeBeethoven – der bloggt nämlich – gewürzt mit einer Prise Humor – schon seit Jahren über das Leben mit dem schlechten Ton und über seine Erfahrungen mit dem elektrischen Ohr. Ein schönes Buch dazu hat er auch veröffentlicht.

Besucher eines verlassenen Blog

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an. Ich freue mich, dass dieser ältere Blog immer noch seine Besucher hat.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 630 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 11 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Mein WordPress-Blog 2012

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an. Ich bin ziemlich überrascht, dass das Blog 2012 über 1000 Besuche hatte, obwohl ich nur einen einzigen neuen Artikel gepostet habe. Freue mich darüber und danke allen Leserinnen und Lesern. Frohes Neues!

Hier ist ein Auszug:

Der neue Boeing 787 Dreamliner kann ungefähr 250 Passagiere befördern. Dieser Blog wurde 2012 über 1.000 mal besucht. Wäre es ein Dreamliner, würde es um die 4 Flüge brauchen, um so viele Personen zu befördern.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Ein Jahr vergeht schnell …

Vor einem Jahr habe ich am NaNoWriMo teilgenommen, und das blieb lange mein letzter Beitrag für diesen Blog. Was ist geschehen?

  1. Ich habe den NaNoWriMo nach ca 16.000 Wörtern abgebrochen und den angefangenen Roman lange Zeit gar nicht angeschaut – sagen wir: ein Jahr.
  2. Ich habe gleichzeitig aufgehört für diesen Blog zu schreiben, hab mich mehr auf meine Selbstständigkeit als Texterin konzentriert. Ich hatte außerdem das Gefühl, das dieser Blog keinen Zusammenhang hatte – und aus irgendeinem Grunde mochte ich meine Schreibstimme hier nicht mehr.

Nun fange ich neu an, einige meiner Projekte für 2012 – oder ‘my new year resolutions’ wie Adrian Mole sagen würde:

  • 2012 stelle ich meinen Roman fertig und veröffentliche ihn, ob auf eigene Faust  per E-Book, als sogenannte “Indieautorin” oder mit Verlag.
  • Meine Bloggerei verteile ich auf zwei Webseiten: Beiträge zu Text und Schreiben veröffentliche ich unter meiner Texter-Homepage: http://www.textundschreiben.de/blog – und für alles andere habe ich ein neues Oberthema gefunden: Vielseitigkeit leben und gestalten, Chancen und Potenziale nutzen – darüber schreibe ich künftig unter http://www.buntesegel.de.

Das Blog-Logo zeigt bunte Segel auf blauen Wellen - daneben der Schriftzug Bunte Segel

  • Gruppli’s Blog lasse ich bestehen, werde es aber nur sporadisch pflegen. Ich lade euch herzlich ein, meine beiden anderen Blogs zu besuchen, Beiträge zu lesen, Kommentare zu verfassen.

Die Anfänge sind bereits gemacht:

Nach über einem Jahr überarbeite ich endlich den NaNoWriMo-Roman – und ich stelle fest, es tut gut, die eigenen Texte so zu lesen, als wären sie ganz neu. Und meinen Roman-Figuren habe ich schon mal einen Motivationsbrief geschrieben und als Gastbeitrag im Bodenlosz-Archiv veröffentlicht. Das ist im Übrigen Teil der Blogwichtelaktion des Texttreffs.

Texttreff-Blogwichteln-Logo

Für mehr Infos zum Texttreff-Blogwichteln und zu den weiteren Gastbeiträgen bitte das Logo anklicken.

 

So, nun freu ich mich auf 2012 – vielleicht lesen wir uns bald?

Livia  aka gruppli